Die Klarinette

Die Klarinette wurde zwischen 1690 und 1700 erfunden. Es war der Instrumentenmacher Johann Christoph Denner aus Nürnberg, der die erste Klarinette angefertigt hatte. Diese Klarinette war noch ziemlich unvollkommen und mit der heutigen nicht zu vergleichen. Die Klarinetten werden in verschiedenen Stimmungen gebaut. In A, B, C, D, Es, und F. Im Musikverein Gammelshausen und in den meisten anderen Vereinen findet man allerdings nur die B- Klarinette. Sie hat einen weichen und sanften Klang.
Klarinetten werden heute in den meisten Fällen aus Holz und manchmal auch aus Plastik hergestellt. Sie zählen zu den Holzblasinstrumenten. Die versilberten Klappen, auf der Klarinette, gehören zu den wichtigsten Voraussetzungen um dieses Instrument zu spielen. Wichtig ist hierfür auch das Mundstück, das in den meisten Fällen aus Hartgummi gefertigt wird. Auf ihm befestigt der Klarinettist "das Blättchen". Dieses wird aus Rohrholz hergestellt und ist in verschiedenen Stärken erhältlich. Es soll nicht zu hart und nicht zu weich sein und möglichst eine gelbliche Farbe haben. Das Blättchen spielt eine wichtige Rolle bei der Tonerzeugung.
Dieser wird erzeugt, indem man die Unterlippe über die unteren Zähne zieht. Das Mundstück wird zwischen beide Lippen gebracht und zwar so, dass das Blatt auf der Unterlippe ruht. Die oberen Zähne setzt man fest auf das Mundstück und schließt die Oberlippe dicht um dasselbe. Die Zungenspitze berührt nun die Spitze des Blattes und macht die Bewegung zur Silbe "ta". Durch das Hineinhauchen dieser Silbe schnellt die Zunge nach Rückwärts und die Luft kann in den Spalt zwischen Mundstück und Blatt einströmen. Es entsteht dadurch der sogenannte "Anstoß" des Tones. Die Backen dürfen dabei nicht aufgeblasen sein, sondern sie sollten eingezogen werden.